Löbel lobt große Schritte bei der Feuerwehr

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel informierte sich über Sanierung und Umbau der Feuerwache Nord

Eine Großbaustelle bei laufendem Betrieb: „Das ist eine echte Herausforderung für die Betroffenen wie für die Bauausführenden, und das funktioniert in der Feuerwache Nord offenbar ganz hervorragend“, resümierte Nikolas Löbel nach seinem Besuch in Käfertal. Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete und CDU-Stadtrat war zu Gesprächen mit der Feuerwehr-Leitung zusammengekommen und hatte sich als Treffpunkt gezielt die Feuerwache Nord ausgesucht. So konnte Löbel sich ein Bild vom Fortgang der umfangreichen Sanierung und Erweiterung des Standorts machen, wo noch gut anderthalb Jahre lang die Bauarbeiter ein- und ausgehen werden, während der Feuerwehrbetrieb zu 100 Prozent am Laufen gehalten werden muss.

Der Leiter der Feuerwache Nord, Klaus Sieber, erläuterte Löbel bei einem Rundgang den Stand der Arbeiten. Nach dem Neubau der Hauptfeuerwache ist nun die Generalsanierung und Erweiterung der Nord-Wache das zweite Großprojekt für die Mannheimer Feuerwehr innerhalb weniger Jahre. „Berufs- und freiwillige Feuerwehr in Mannheim leisten hervorragende Arbeit unter nicht immer optimalen Bedingungen. Diese zu verbessern ist eine wichtige und teure Aufgabe, der wir als Stadt Mannheim mit diesen Großprojekten in großen Schritten nachkommen“, so Löbel.

Fast 18 Millionen Euro kosten Umbau und Sanierung der Feuerwache Nord. Geld, das gut angelegt sei, wie Karlheinz-Gremm, der Leiter Mannheimer Feuerwehr, im Gespräch mit Nikolas Löbel und dessen Referenten und Gemeinderatskollegen Thomas Hornung betonte. Gemeinsam mit Klaus Sieber und dem Abteilungsleiter Technik der Berufsfeuerwehr, Thomas Näther, erläuterte Gremm den vielfach veralteten und teils maroden Ist-Zustand der Wache, und was sich mit dem Umbau alles verändern und verbessern wird.

So erhält die Fahrzeughalle die dringend benötigte Abgasabsauganlage. Ein neues, zentrales Alarmlager entsteht, in dem alles Nachschub- und Sondereinsatzmaterial für die gesamte Mannheimer Feuerwehr vorgehalten wird, zum Beispiel Sondergeräte für den Hochwasserschutz und für chemische Unfälle. Mannheim ist die Stadt in Baden-Württemberg mit den meisten Unternehmen, die aufgrund ihres Gefahrenpotenzials der Störfallverordnung unterliegen. Und die Mannheimer Feuerwehr wiederum eine von nur fünf Feuerwehren bundesweit, die das gesamte Spektrum mit allen Sondergruppen abdecken.

Des Weiteren werden in der Feuerwache Nord die Werkstätten zur Wartung der Ausrüstung erweitert. Hinzu kommt eine neue Tankstelle, um im Katastrophenfall autark zu sein. Eine neue Umkleide verbessert den Gesundheitsschutz der Feuerwehrmänner und -frauen und im Alarmfall die Abläufe; die Frauen bekommen endlich auch eine eigene Umkleide. Ergänzt und neu gebaut werden außerdem Geräteprüfstände, ein Übungsturm sowie ein neuer Sportbereich.

Nikolas Löbel nutzte seinen Besuch, um, wie er sagte, „der Feuerwehr einmal mehr meinen Dank auszudrücken“. Viele Hundert Menschen engagierten sich in vorbildlicher Weise in der Feuerwehr in Mannheim, so Löbel, ob in der Berufs- oder in der freiwilligen Feuerwehr. „Den Nächsten zur Wehr, das bedeutet Einsatz unter Gefahr für Leib und Leben, und das kann man nicht hoch genug schätzen“, sagte der Abgeordnete. Etwa 300 Berufsfeuerwehrleute verrichten in Mannheim ihren Dienst, davon rund 85 in der Feuerwache Nord. Hinzu kommen etwa 320 Ehrenamtliche in den Freiwilligen Feuerwehren.

Gut 130 Mädchen und Jungen engagieren sich in der Jugendfeuerwehr, Tendenz steigend. „Die positive Entwicklung in der Jugendfeuerwehr freut mich besonders“, sagte Löbel. Dies zu fördern und zu verstetigen, sei einer der Gründe, weshalb die CDU-Gemeinderatsfraktion in den Haushaltsberatungen im vergangenen Dezember für die Schaffung einer hauptamtlichen Stelle für die Betreuung der Jugendfeuerwehren gestimmt habe. Die Stelle könne hoffentlich noch in diesem Jahr besetzt werden, sagte Feuerwehr-Chef Karlheinz Gremm. In einem ausführlichen Gespräch mit den Stadträten Löbel und Hornung erörterten die Feuerwehrleute Gremm, Sieber und Näther die über die Nachwuchsgewinnung hinausreichenden Herausforderungen für die Mannheimer Feuerwehr, darunter die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans und die Zukunft der aus den 1960-er Jahren stammenden Feuerwache Süd. Nikolas Löbel verabredete mit der Feuerwehr-Leitung einen regelmäßigen Austausch.

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