„Ein Meilenstein für Mannheim“

Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel freut sich über den Bundeszuschuss von 80 Millionen Euro für die Generalsanierung des Mannheimer Nationaltheaters

Grund zur Freude in Mannheim: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in der gestrigen (27. Juni 2018) Bereinigungssitzung für den Bundeshaushalt 2018 beschlossen, die Sanierung des Mannheimer Nationaltheaters einmalig mit 80 Millionen Euro zu unterstützen. Dabei handelt es sich nach Angaben des Stadtarchivs um die größte finanzielle Förderung, die die Stadt Mannheim je vom Bund erhalten hat.

„Dieser Beschluss des Bundestages ist ein großer, ja einmaliger Erfolg für Mannheim und stellt einen Meilenstein für die Sanierung des Nationaltheaters dar“, freut sich Nikolas Löbel. Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete und Stadtrat wertet den Zuschuss als Anerkennung des Bundes für die kulturelle Bedeutung des Nationaltheaters für ganz Deutschland, aber auch als Erfolg für den Mannheimer Einsatz in Berlin.

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, eine Initiative für Mannheim über die Regierungsfraktionen in den Bundestag einzubringen und zum Erfolg zu führen. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Kulturbürgermeister Michael Grötsch haben wir in Berlin für unser Mannheimer Anliegen geworben. Dabei ist es mir gelungen, die Türen zu den wichtigsten Gesprächspartnern von CDU/CSU und SPD zu öffnen. Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Kurz und Kulturbürgermeister Grötsch. Mein besonderer Dank gilt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der für Kultur zuständigen Haushaltspolitikerin Patricia Lips, die unser Mannheimer Anliegen von Beginn an nachdrücklich unterstützt hat“, so Löbel.

Monatelanger Kampf für das Nationaltheater

Seit September 2017 ist Nikolas Löbel Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort gehört er unter anderem dem Ausschuss für Kultur und Medien an. „Ich bin bewusst in den Kulturausschuss gegangen. Denn meine Hoffnung war es, in meinen ersten Jahren im Bundestag in diesem Ausschuss für Mannheim am meisten bewirken zu können“, sagt Löbel und ergänzt: „Vom ersten Tag an habe ich jede Gelegenheit genutzt, im Bundestag auf das für Mannheim so wichtige Thema Nationaltheater hinzuweisen. Ob aus kulturpolitischen Gründen oder der Einsicht, dass Mannheim die geplante Sanierung mit einem Volumen von mehr als 250 Millionen Euro inklusive Ersatzspielstätten finanziell nicht alleine stemmen kann: Allen Beteiligten war und ist klar, dass Mannheim Unterstützung von Bund und Land braucht.“

Das scheinbar Unmögliche möglich gemacht

„Spätestens seitdem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Eröffnung des Mannheimer Maimarktes 2018 gesagt hat, der Bund sei gefordert, schließlich heiße das Nationaltheater nicht umsonst Nationaltheater, war allen klar: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in Berlin. Doch die Wenigsten haben daran geglaubt, dass der Bund das Nationaltheater tatsächlich unterstützen könnte. Aber gemeinsam haben wir in Berlin für Mannheim gekämpft und das scheinbar Unmögliche möglich gemacht. Das ist ein großer Mannheimer Erfolg und darüber freue ich mich sehr“, so Nikolas Löbel.

80 Millionen Euro verteilt auf die Jahre 2018 bis 2026

Der Bund unterstützt die Sanierung des Nationaltheaters mit einem auf die Haushaltsjahre 2018 bis 2026 aufgeteilten Zuschuss in Höhe von insgesamt 80 Millionen Euro. Bereits in den Jahren 2018 und 2019 fließen 3,14 Millionen Euro für das Nationaltheater nach Mannheim. Die höchsten Teilbeträge erhält die Stadt im geplanten Sanierungszeitraum in den Jahren 2021 bis 2026 mit jeweils rund 12,3 Millionen Euro. Der gesamte Zuschuss ist haushaltstechnisch mit so genannten Verpflichtungsermächtigungen für die Jahre 2020 bis 2026 in Höhe von insgesamt 76,86 Millionen Euro im Bundeshaushalt abgesichert.

Dank an Staatsministerin Grütters

Ein besonderer Dank gilt der Staatsministerin für Kultur und Medien, Professor Monika Grütters: „Mit ihr habe ich oft über das Nationaltheater gesprochen. Trotz der fachlichen Zuständigkeit des Landes für die Kulturförderung hat sie Verständnis für die besondere Situation Mannheims und unser bundesweit einzigartiges Theater gezeigt. Dafür bin ich ihr sehr dankbar“, sagt Löbel.

Klare Erwartung an das Land: finanzielle Unterstützung in gleicher Höhe

„So sehr wir uns über die Unterstützung des Bundes freuen, so klar ist unsere Erwartungshaltung an die Landesregierung: Der Ministerpräsident persönlich hat gesagt, dass im Falle einer Beteiligung des Bundes an der Sanierung des Nationaltheaters sich des Land seiner Verantwortung nicht entziehen könne“, betont Löbel: „Jetzt muss der Ministerpräsident liefern.“

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete und Stadtrat erwartet, „dass das Land mindestens die gleiche Summe gibt wie Berlin“. Nikolas Löbel abschließend: „Der Bund unterstützt erstmals die Sanierung eines kommunalen Theaters. Dies in der klaren Erwartungshaltung, dass sowohl das Land als auch die Stadt sich mit jeweils einem Drittel an den Gesamtkosten beteiligen. Jetzt muss das Land sich bekennen. Dann hätten wir ein solides Finanzierungskonzept zur Sanierung des Nationaltheaters, das von Bund, Land und Stadt gemeinsam getragen wird. Dafür werden wir nun mit Nachdruck beim Land werben.“

 

 

2 Comments

  1. Sehr geehrter Herr Löbel,
    mit Interesse habe ich Ihre Plakatierung über den og. Zuschuss in Höhe von EUR 80 Millionen für die Sanierung des Nationaltheaters gelesen. Ich muss Ihnen aber sagen, das treibt einem die Zornesröte ins Gesicht. Hier wird für „Wenige“ viel Geld ausgegeben. Aber für Mannheim wäre wichtiger, das Straßennetz zu sanieren. Aber die Sanierung des Straßennetzes wird aus ökologischer Blindheit und Verwirrtheit von SPD und Grünen, leider muss ich auch feststellen, von Teilen der CDU, nicht durchgeführt. Statt dessen werden Millionen für Fahrradwege und sonstigen „Schnickschnack“ ausgegeben. Die Bevölkerung wird immer älter und Sie glauben doch nicht, dass die ältere Generation sich aufs Fahrrad schwingt? Von den Witterungsbedingungen ganz abzusehen! Bei vielen Straßenabschnitten wird lieber ein 30km-Schild aufgestellt, als die Sanierung durchzuführen. Mannheim mausert sich immer mehr zu einer autofeindlichen Stadt. Die Geschäftsleute in Mannheim werden es Ihnen danken.
    Mit freundlichen Grüßen
    Gerhard Lösel

    1. Sehr geehrter Herr Lösel,

      vielen Dank für Ihren Kommentar auf meiner Website vom 3. Juli.

      Dass Mannheim zunehmend autofeindlich wurde in den vergangenen Jahren, ist nun wirklich kein „Verdienst“ der CDU. Wir sind vielmehr darauf bedacht, dass alle Verkehrsträger in Mannheim gut miteinander auskommen und den Platz bekommen, den sie brauchen. Und was die Sanierung von Straßen betrifft, ist es die CDU-Gemeinderatsfraktion, die stets auf mehr Mittel drängt – allein die Mehrheit fehlt dafür. Indes hat der Gemeinderat im Dezember 2017 mit unseren Stimmen beschlossen, für die Sanierung von Straßen, Brücken und Wegen in Mannheim in diesem und im nächsten Jahr 50 Millionen Euro im Haushalt bereitzustellen. Das Investitionsvolumen für Sanierungen entspricht damit der Größenordnung aus den vergangenen Jahren. Mehr ginge immer, aber es muss ja auch umgesetzt werden können, sowohl was die Kapazitäten in der Verwaltung als auch in der Bauwirtschaft betrifft. Übrigens investieren wir in Mannheim in 2018 und 2019 ungefähr so viel Geld in Straßensanierung wie in Sanierung und Neubau von Schulgebäuden. Ihr Vorhalt, mit der Sanierung des Nationaltheaters ginge die Vernachlässigung anderer Bereiche in der Stadt einher, ist also nicht zutreffend.

      Dank des einmaligen Zuschusses vom Bund in Höhe von 80 Millionen Euro und des zu erwartenden Zuschusses vom Land für die Sanierung des Nationaltheaters können wir das Theater sanieren und gleichzeitig in Schulen investieren, in Kindertageseinrichtungen (hier haben wir gerade ein 30-Millionen-Euro-Ausbauprogramm für mehrere Hundert neue Plätze auf den Weg gebracht), in Straßen und Plätze in den Stadtteilen und vieles mehr.

      Herzliche Grüße

      Ihr

      Nikolas Löbel MdB

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