Bürgschaften für Sportvereine? CDU will Sportstättenfinanzierung prüfen

„Wir wollen gemeinsam mit unseren Sportvereinen an einer besseren und nachhaltigen Sportstättenfinanzierung arbeiten. Die lange Phase der Zwischenfinanzierung und fehlende städtische Bürgschaften machen es Sportvereinen schwer, die Finanzierung von Bauvorhaben zu stemmen. Da brauchen wir neue Konzepte“, so der CDU-Bundestagsabgeordnte Nikolas Löbel. Darüber sprachen Löbel und CDU-Stadtrat Bernd Kupfer beim 1. Mannheimer sportpolitischen Stammtisch mit Vertretern des Mannheimer Sports. Die CDU hatte dazu alle Mannheimer Sportvereine eingeladen und hierfür prominente Unterstützung aus Berlin erhalten. Der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und frühere Reck-Weltmeister Eberhard Gienger, seit dem Jahr 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, sprach von „einer enormen Vielfalt des Mannheimer Breitensports. Mannheim ist eine Sportstadt mit nationalem und internationalem Ruf“, so Gienger. Von Fußball und Turnen über Eis- und Wintersport bis Tauchen und Tennis waren viele Sportarten aus zahlreichen Vereinen beim Stammtisch vertreten. Gienger bezeichnete „die Vereine als die Basis des deutschen Sports. Die verlässliche Förderung der Vereine und der dort ehrenamtlich Tätigen sind wesentliche Ziele unserer Sportpolitik“, so Gienger. Daher sprachen die CDU-Politiker mit den Vereinsvertretern vor allem über die Herausforderungen der Sportinfrastruktur. „Intakte Sportstätten sind unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Vereinsarbeit. Den Sportstättenbau, dem auch in Mannheim ein Sanierungsstau zugrunde liegt, wollen wir weiter fördern und vorantreiben. Schon jetzt fließen jährlich knapp 10 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt in unsere Sportstätten. Hinzu kommen in Summe mehrere Millionen Euro an Zuschüssen und entgeltfreien Überlassungen an Sportvereine. Doch das ist nicht genug. Die Vereine müssen trotz Zuschüsse von Sportbund und Stadt für Sanierungs- und Modernisierungsvorhaben eine lange Phase der Zwischenfinanzierung über Kredite stemmen. Dafür fehlen dann oft die Sicherheiten und Vereine müssen marktunübliche hohe Zinsen zahlen. Deshalb müssen wir ein neues Finanzierungskonzept erarbeiten, das vielleicht auch städtische Bürgschaften für Sportvereine beinhalten kann. Zumindest wollen wir das prüfen“, so Löbel und Kupfer abschließend.

Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel mit seinem Kollegen Eberhard Gienger MdB und Stadtrat Bernd Kupfer gemeinsam mit zahlreichen Vereinsvorsitzenden auf der Tartanbahn des TSV Mannheim.

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