Löbel will eigene städtische Messstellen für Feinstaub-Grenzwerte

Mannheim soll dem Beispiel der Stadt München folgen und Debatte versachlichen

Die aktuelle Debatte um die überschritten Grenzwerte in der Mannheimer Innenstadt führen den Mannheimer Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) dazu, den Oberbürgermeister sowie die Stadtverwaltung aufzufordern, eigene städtischen Messstationen aufzustellen. Dabei bezieht sich Löbel auf die in den vergangenen Tagen vorgestellten Messdaten der Stadt München. Dort hatte die Stadtverwaltung eigene Messstationen aufstellen lassen, um die Debatte zu versachlichen. 

„Wir können nicht abwarten und zusehen, wie die Messstationen des Landes an nicht repräsentativen Standorten aufgestellt und dort Messungen vorgenommen werden, die wir im Ergebnis nicht nachvollziehen können. Wir dürfen es keinesfalls zu Fahrverboten kommen lassen. Deshalb sollten wir dem Beispiel der Stadt München folgen und eigene Messstationen aufstellen, um die Debatte um Stickoxid-Grenzwerte zu versachlichen“, so Löbel.

„Wir wollen saubere Luft. Dafür tun wir viel in Mannheim. Aber wir dürfen es nicht zulassen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger zum Schluss mit ihrem sauberen Diesel nicht mehr in die Innenstadt fahren dürfen, weil die Grenzwerte fraglich festgelegt und anschließend falsch gemessen wurden“, so Löbel.

Löbel: „Mannheim sollte München Beispiel folgen“

In München hatte der SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter, einst ein Befürworter von Fahrverboten, vor einem Jahr eigene Messstationen aufstellen lassen. Die jetzt veröffentlichen Ergebnisse zeigen, dass an 16 von 20 Messstationen der Jahresgrenzwert eingehalten wurde. Reiter sagte nun, zonale oder flächendeckende Fahrverbote seine weder verhältnismäßig noch notwendig. „In München dürften Fahrverbote damit vom Tisch sein. Zumindest kann man diese nun weder wissenschaftlich noch juristisch begründen. Wir als Stadt Mannheim sollten uns daran ein Beispiel nehmen und unser Schicksal in Sachen Fahrverbote auch selbst in die Hand nehmen“, fordert Löbel. 

Löbel: „Grenzwerte müssen flächendeckend erhoben und dürfen nicht hochgerechnet werden“

„Dass die Werte der jeweiligen Landesämter für Umwelt zum Teil deutlich über den Daten liegen, die durch Städte erhoben werden, dürfte an der Methode der Erhebung zusammenhängen,“ so Löbel. „So lassen die Umweltämter nur an einigen wenigen installierten Stellen messen. Die restliche Belastung wird sodann auf der vorhandenen Datenbasis hochgerechnet. Das kann die Ergebnisse möglicherweise verfälschen. Wir sollten daher eigene städtischen Messstellen aufstellen und damit die Debatte um die NOX-Grenzwerte versachlichen“, fordert Löbel abschließend.

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