300.000 Euro Bundesförderung für das Museumsschiff

Mannheimer Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel gibt Sanierungszuschuss des Bundes bekannt

„Die Finanzierung der Sanierung des Mannheimer Museumsschiffs ist gesichert: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat für die notwendigen Erhaltungsmaßnahmen an Deutschlands größtem historischen Raddampfer 300.000 Euro Zuschuss bewilligt. Zusammen mit Mitteln des Technoseums (250.000 Euro), des Landes (50.000 Euro) und der Stadt Mannheim (100.000 Euro) steht damit die auf 600.000 bis 700.000 Euro veranschlagte Sanierung durch den neuen Trägerverein auf stabilen Füßen. Ich freue mich, dass der Haushaltsausschuss die überregionale Bedeutung des Mannheimer Museumsschiffs mit dem für 2021 bewilligten Zuschuss würdigt und danke meiner Bundestagskollegin Patricia Lips aus dem Wahlkreis Odenwald, dass sie sich einmal mehr für ein Mannheimer Vorhaben stark gemacht hat“, informiert Nikolas Löbel.

„Das Mannheimer Museumsschiff ist ein historisches Juwel, das in einigen Jahren den 100. Geburtstag feiern darf, und von dem die Mannheimerinnen und Mannheimer und viele Schifffahrtshistoriker sich wünschen, dass es sein Jubiläum in neuem Glanz am alten Standort feiert kann: Auf dem Neckar mitten in Mannheim, wo das Schiff zurzeit noch liegt und bis Ende 2018 als Außenstelle des Technoseums diente. Es ist der Hartknäckigkeit einer Bürgerinitiative zu verdanken, die sich als Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Rheinschifffahrtsmuseums in Mannheim e.V. formiert hat, dass das Museumsschiff nach seiner Zeit als Außenstelle des Technoseums nun die Chance auf eine Zukunft in Mannheim bekommt“, so der Mannheimer Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Nikolas Löbel.

Hintergrund:

Der historische Seitenraddampfer „Mainz“ – bekannt als Mannheimer Museumsschiff – verfügt noch über seine zweizylindrige originale Verbund-Dampfmaschine, Feuerungsanlage und eine weitgehend originale Innenausstattung. Nun ist das 1929 in Dienst gestellte, stolze Schiff akut sanierungsbedürftig und passt auch nicht mehr in das Konzept des Technoseums, das sich in den kommenden Jahren um ein Medienkompetenzzentrum erweitern und am Standort am Stadteingang Mannheims konzentrieren wird.

Eine engagierte Initiative hat sich daraufhin gegründet und zugesagt, sich sowohl der Sanierung auch des künftigen Betriebs als Museumsschiff in Mannheim zu widmen. Durch die lange Stehzeit sind diverse Überholungsarbeiten auf einer Schiffswerft erforderlich, die sich in Summe gemäß vorliegender Angebote einschließlich weiterer Nebenkosten auf etwa 600.000 Euro belaufen werden. Damit wäre das Schiff wieder für viele Jahre renoviert und in einem guten Zustand, so dass die Gesellschaft zur Förderung des Deutschen Rheinschiffahrtsmuseums in Mannheim e.V. die „Mainz“ als Museum der Rheinschifffahrt betreiben kann.

Besonderes Augenmerk soll in der künftigen Dauerausstellung auf die „Mannheimer Rheinschifffahrtsakte von 1868“ gelegt  werden: Vor über 150 Jahren war dies der ersten länderübergreifende, paneuropäische Vertrag, sozusagen die „Magna Charta des Verkehrs auf dem Rhein“ und letztlich der Vorläufer der wirtschaftlichen supranationalen Zusammenarbeit in Europa.

Pressemitteilung vom 26. November 2020