Kultur in Zeiten von Corona: Wie geht es weiter? Welche Hilfen gibt es?

Künstlerinnen und Künstler, vor allem die Selbständigen unter den Kulturschaffenden, sind ganz besonders von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen. Ich weiß, dass allen Menschen, die künstlerisch tätig sind, Geld nicht einzige Lohn ist. Ich weiß aber auch, dass man von Applaus alleine nicht leben kann. Und mir ist bewusst, dass die Politik dafür Sorge tragen muss, dass die Menschen, die von ihrer Kunst leben, durch diese Krise kommen. Damit unsere Gesellschaft auch nach Corona von der Kreativität und kritischen Reflexion der Künstlerinnen und Künstler profitieren kann.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien bei der Bundeskanzlerin informiert laufend über die Hilfsmaßnahmen für Kulturschaffende, die von der faktischen Einstellung des Kulturbetriebs wegen der Corona-Pandemie – vielfach sogar existenziell – betroffen sind.

Die Hilfen und Maßnahmen auf einen Blick

Einen Überblick über die wichtigsten Maßnahmen und die auch den Kulturschaffenden offenstehenden allgemeinen Hilfen, finden Sie hier.

Weitere, laufend aktualisierte Hinweise und Maßnahmen finden Sie hier.

Eckpunkte für Öffnung kultureller Einrichtungen und Aktivitäten

Die Kultur-Ministerkonferenz (Kultur-MK) und die Staatsministerin für Kultur und Medien bei der Bundeskanzlerin, Monika Grütters, haben sich auf Eckpunkte für eine planvolle Öffnung weiterer kultureller Einrichtungen und Aktivitäten verständigt und diese an die Regierungschefinnen und -chefs der Länder und die Bundeskanzlerin übermittelt. Das Papier stellt eine Vorlage für Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten dar.

Die Eckpunkte enthalten Empfehlungen und Kriterien für Öffnungskonzepte für Kunst- und Kultureinrichtungen aller Sparten und Branchen vor dem Hintergrund der lokalen Entwicklungen der Infektionszahlen. Grundlage dieser kriterienbasierten Handlungsempfehlungen sind Konzepte, die durch einschlägige Branchen- und Berufsverbände in hervorragender Kenntnis der jeweiligen sparten- und branchenspezifischen Bedingungen entwickelt wurden. Sie gewährleisten eine bundesweit möglichst einheitliche und transparente und sichere Handhabung, ermöglichen aber auch eine mit Blick auf erst zukünftig vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse über die Pandemie und deren Bekämpfung notwendige fortlautende Anpassung.

Die Eckpunkte sehen u.a. vor, dass zum Schutz von Publikum, Beschäftigten
und weiteren Akteuren „auf Basis der bundesweiten branchenspezifischen
Empfehlungen Vor-Ort-Konzepte mit grundlegenden Schutzvorkehrungen zu entwickeln sind, die individuell an die jeweilige Spielstätte, Einrichtung
oder Veranstaltung angepasst sind und mit den in den Rechtsgrundlagen der Ländern vorgesehenen Verfahren übereinstimmen.“ Als Bestandteile werden beispielsweise Ticketing-Systeme, Besucherstrom-Management und obligatorische Platzreservierungen genannt. Die künstlerischen Programme
müssten, so die Empfehlungen, den sich verändernden Bedingungen angepasst werden. Denkbar seien zum Beispiel „kleinformartige Darbietungen sowohl in geschlossenen Räumlichkeiten als auch im Freien, Freiluftaufführungen, Formate in kleinerer Besetzung als Alternativen und Mehrfachaufführungen kürzerer Programme“. Für die Kinos wird empfohlen, „möglichst nahe beieinanderliegende Wiedereröffnungstermine anzustreben“ – unter Beachtung der allgemeinen Schutz- und Hygienemaßnahmen und der Selbstverpflichtungen der Branche.

Lesen Sie hier die Eckpunkte für Öffnungsstrategien.

Fragen oder Hinweise – Rufen Sie an

Sie sind als Künstler oder Kreativer, als Kultureinrichtung oder Veranstalter betroffen? Sie haben Fragen, Anregungen, Kritik? Melden Sie sich gerne bei mir, damit ich Ihre Hinweise in die politische Entscheidungsfindung mitnehmen und die Staatsministerin für Kultur und Medien über die Situation im Kunst- und Kulturbetrieb informieren kann. Ihre Rückmeldung ist mir wichtig. Schreiben Sie mir oder rufen Sie mich in meiner „Corona-Sprechstunde“ an montags von 16 bis 17 Uhr unter Telefon 0621 1729062-0.