Löbel fordert Soforthilfen für Schausteller und Gastronomie

Mannheimer Bundestagsabgeordneter will Corona-bedingte Belastungen für besonders betroffene Branchen abfedern

„Die Absagen von Festen, Veranstaltungen und Feiern treffen Schausteller und Gastronomie hart. Die heftigen Umsatzverluste gehen innerhalb kürzester Zeit ans Eingemachte. Deshalb brauchen diese Branchen Soforthilfen“, sagt der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel (CDU). „Wer infolge der Corona-Krise in Existenznot kommt, soll staatliche Soforthilfe bekommen. Ich habe das gegenüber Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und in der CDU/CDU-Bundestagsfraktion angeregt“, so Löbel. Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Ralph Brinkhaus, habe diese Forderung aufgegriffen. „Ich bin zuversichtlich, dass es zu entsprechenden Hilfen kommen wird. Wie diese aussehen, darüber müssen wir jetzt reden“, kündigt Löbel an.

Dies sei das einzig Richtige, denn wie bei der Bekämpfung der Virus-Ausbreitung gelte auch bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen: „Schnelles und entschiedenes Handeln ist gefragt. Wir dürfen als Politik nicht zögern, wenn es um Soforthilfen geht, denn zusätzlich zur Sorge um die Gesundheit brauchen wir in unserem Land nicht auch noch die Sorge um Hunderttausende selbstständige Existenzen und Arbeitsplätze in den besonders hart betroffenen Branchen.“ Die staatliche Unterstützung könne beispielsweise als Liquiditätshilfen und/oder als Stundung von Steuern und Abgaben geschehen, schlägt Löbel vor. Er unterstütze selbstverständlich auch alle von der Bundesregierung vorgeschlagenen Maßnahmen wie die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld.

Der Mannheimer Maimarkt, eine der ältesten und mit rund 350.000 Besuchern die größte Regionalmesse Deutschlands: abgesagt. Der Matheisemarkt in Schriesheim: wird früher beendet. Die berühmten Pfälzer Mandelblütenfeste: abgesagt. Viele weitere Volks-, Dorf- und Stadtteilfeste in Mannheim und in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar: unbestimmt verschoben, abgesagt oder kurz vor der Absage. Geburtstage, Familienfeiern, Geschäftsessen in Restaurants und Eventlocations: werden reihenweise abgesagt. „Die Folgen von Corona treffen Gastronomie und Schausteller so unmittelbar wie hart“, sagt Nikolas Löbel. „Bei den Schaustellern, für die die vielen Frühlingsfeste im Südwesten Deutschlands die Existenz bedeuten, haben die Absagen einen sofortigen Umsatzverlust von 100 Prozent zur Folge. Aber auch in der Gastronomie geht es rasant bergab – ehrlich gesagt viel schneller, als ich das gedacht hätte: Wirte aus meinem Wahlkreis Mannheim berichten mir, dass im regulären Geschäft jetzt schon mittags 60 und abends 40 Prozent weniger Gäste kommen. Und dass nahezu alle Geschäftsessen oder Firmengruppen bereits abgesagt sind. Das bringt auch solide Betriebe ganz schnell in Existenznot. Die Politik ist gefordert, diesen Unternehmen zu helfen. Es ist im Interesse von uns allen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern“, so Löbel abschließend.

Pressemitteilung von Nikolas Löbel vom 12. März 2020