Löbel: „Großkraftwerk Mannheim (GKM) kann jetzt auf grüne Wärme umrüsten“

„Ich begrüße die Einigung beim Kohleausstieg ausdrücklich. Die Einigung bringt für Mannheim bessere Förderbedingungen zur Umrüstung auf grüne Wärme mit sich. Beim bisherigen Gesetzentwurf der Regierung wären nur neue Anlagen finanziell gefördert worden. Große Fernwärmeanlagen wären mit der Umrüstung ihrer bestehenden Netze alleine gelassen worden. Auch das GKM hätte das Nachsehen gehabt. Im parlamentarischen Verfahren konnten wir nun jedoch deutliche Verbesserungen erzielen. Durch das neue Programm für erneuerbare Wärme und Umrüstung hocheffizienter Kraftwerke setzen wir die richtigen Anreize für den Wechsel von Kohle hin zu klimafreundlichen, erneuerbaren Energien und ermöglichen so auch dem Großkraftwerk Mannheim (GKM) ein stufenweises Umrüstung hin zu erneuerbaren Technologien. Ob Gas, Wärmepumpe oder Biomasse, das Großkraftwerk Mannheim bekommt damit eine vernünftige Perspektive und die 160.000 Haushalte, die am Fernwärmenetz der MVV hängen, haben weiterhin eine verlässliche Versorgung“, so Löbel. „Beide Förderprogramme umfassen 2 Mrd. €. Das macht es auch dem GKM und dem Mannheimer Fernwärmenetz leichter auf grüne Wärme umzustellen, ohne dass wir dabei die Wärmepreise durch die KWK-Umlage erhöhen müssen. Denn die 2 Mrd. € finanzieren wir aus dem Haushalt“, ergänzt der Mannheimer Abgeordnete.

Keine wertberichtigende Abschreibungen bis 2026 ermöglicht der MVV weitere Investitionen in die Zukunft

Für die MVV Energie AG wäre es ein wirtschaftlicher Nachteil gewesen, wenn sie bis 2026 wertberechtigende Abschreibungen aus den Investitionen für den Block 9 hätten vornehmen müssen. Denn damit hätten wir der MVV jegliche investive Kraft für erneuerbare Technologien in den nächsten Jahren geraubt. Deshalb steuern wir jetzt nach und vermeiden wertberechtigende Abschreibungen bis 2026. Das ist gut für Mannheim, das GKM und die MVV Energie AG. Dennoch müssen wir bei der Gesetzesausführung darauf achten, dass wir auf Kurs bleiben und die gesetzlichen Vorgaben zur nicht notwendigen wirtschaftlichen Abschreibung in der Praxis auch Anwendung finden“, mahnt Löbel zur Vorsicht.

Pressemitteilung vom 30. Juli 2020