„Mannheimer Direkthilfen nur für Mannheimer Clubs“

Mannheimer Bundestagsabgeordneter und Stadtrat kritisiert OB-Vorschlag für eine regionale Club-Förderung

Oberbürgermeister Peter Kurz hat auf den CDU-Vorstoß für ein Open-air-Clubfestival mit dem Vorschlag reagiert, aus den Mannheimer Corona-Hilfen 90.000 Euro für die Förderung der Livemusik in der Metropolregion Rhein-Neckar einzusetzen. Den regionalen Ansatz kritisiert der Mannheimer Bundestagsabgeordnete und Stadtrat Nikolas Löbel, „denn er erschließt sich nicht, warum wir ausgerechnet bei Clubs, Diskotheken und Livemusikspielstätten eine regionale Förderung aufsetzen“. Das würde, so Löbel, bedeuten, „dass wir mit Mannheimer Steuergeld Clubs in Heidelberg oder Hettenleidelheim fördern“.

Löbel bekräftigt: „Ja zu jeder Form der zielgerichteten Hilfe für die Mannheimer Clubszene. Ja zu Direkthilfen, also Zuschüssen. Eine regionale finanzielle Förderung mit Mannheimer Geld jedoch ist völlig deplatziert. Ein Festival, wie wir es zur Wahrung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln unter freiem Himmel vorgeschlagen haben, kann, ja sollte mit regionaler Beteiligung stattfinden, um Strahlkraft zu entwickeln. Für eine direkte Unterstützung von Clubs, Diskos und Livemusikspielstätten ist jede Kommune erst einmal selbst verantwortlich und nicht etwa Mannheim für das Umland. Mannheimer Direkthilfen kann es nur für Mannheimer Clubs geben.“ 

„Wenn im Mannheimer Gemeinderat eine Mehrheit zu erreichen ist für rein finanzielle Hilfen, dann ist das ein gutes Ergebnis unseres CDU-Vorstoßes. Denn bisher hat sich für die Szene zu wenig getan und da war es dringend nötig, etwas Fahrt in die Debatte zu bringen“, sagt Nikolas Löbel. Mit seinem Vorschlag für ein Open-air-Festival wollten Löbel und die Mannheimer CDU-Gemeinderatsfraktion den Clubbetreibern die Möglichkeit geben, im Sommer etwas Neues auszuprobieren, sich wirtschaftlich zu betätigen und ihrem Publikum ein Angebot zu machen, bevor im Herbst oder Winter hoffentlich wieder ein Betrieb unter Corona-Auflagen möglich ist, bis dahin aber noch mehr Clubs, Diskos und Livemusikbühnen die Luft ausgegangen ist.

Anträge der CDU-Gemeinderatsfraktion:

A228/2020

A239/2020

Beschlussvorlage der Verwaltung:

V414/2020

Pressemitteilung vom 23. Juli 2020