Mehr als eine Viertelmilliarde Euro KfW-Sonderkredite gehen nach Mannheim

Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel begrüßt Kreditvergaben als einen Weg durch die wirtschaftliche Corona-Krise

249.301.899 Millionen Euro – das ist die Summe aller von der staatlichen KfW-Bank gemachten Kreditzusagen in den Corona-Programmen allein in Mannheim. Dies teilt der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel (CDU) mit. Entsprechende Zahlen zum Stichtag 30. September sind ihm von der KfW übermittelt worden. Die Summe von fast einer Viertelmilliarde Euro teilt sich auf in fünf Kreditarten und 386 Kreditfälle. Hinzu kommt ein Finanzierungsvolumen von mehr als 25 Millionen Euro, das von der KfW nicht auf dem Weg der Bankdurchleitung, sondern im Konsortium mit anderen Banken direkt an Unternehmen mit Sitz in Mannheim vergeben wurde. „Das enorme Kreditvolumen von somit gut 275 Millionen Euro macht einerseits plastisch, welche akuten Folgen die historische, pandemiebedingte Krise für unsere Wirtschaft hat. Andererseits belegen die Kreditvergaben, dass die staatlichen Sonderkredite ein richtiges und wichtiges Instrument sind“, sagt Nikolas Löbel.

Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete gehörte im Frühjahr zu den Abgeordneten, die bald nach Bekanntgabe der KfW-Sonderkredite als ein Teil der Corona-Hilfsmaßnahmen deren Konditionen als teilweise wenig zielführend kritisierten. „Ausschlaggebend für meine Kritik waren Rückmeldungen von Unternehmen und Kreditinstituten aus Mannheim und Umgebung, dass aufgrund der Vorgaben Kredite entweder erst gar nicht vergeben werden konnten oder eine zu hohe Belastung darstellten. Die jetzt vorgelegten Zahlen belegen, dass es richtig war, auch auf die Intervention von uns Bundestagsabgeordneten hin die Vergabekonditionen für die Corona-Sonderkredite nachzubessern. So kommen die Kredithilfen nun dort an, wo sie gebraucht werden, um als Unternehmen durch die Corona-Krise zu kommen und hoffentlich bald wieder durchstarten zu können“, so Löbel.

„Kredite sind natürlich keine optimale Lösung, denn sie bedeuten in schwierigem wirtschaftlichem Umfeld eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen. Jedoch sind sie ausweislich der hohen Nachfrage zusätzlich zu den Soforthilfen und Überbrückungshilfen ein wichtiges Instrument zur Bewältigung der wirtschaftlichen Pandemiefolgen“, so Nikolas Löbel abschließend.

Hintergrund:

Zum Stichtag 30. September 2020 gibt es die folgenden KfW-Kreditzusagen für den Stadtkreis Mannheim:
– ERP-Gründerkredit Universell: HF 100.000 Euro
– ERP-Gründerkredit Universell KMU HF: 7.903.000 (24 Fälle)
– KfW-Schnellkredit 2020: 37.021.290 (123 Fälle)
– KfW-Unternehmerkredit: 145.500.000 (22 Fälle)
– KfW-Unternehmerkredit KMU: 58.777.609 (217 Fälle)

Am Ende des 3. Quartals 2020 lässt sich für die KfW-Corona-Hilfe für Unternehmen festhalten:
– Etwa 90.000 Kreditanträge sind bei der KfW eingegangen.
– 45,4 Mrd. EUR Zusagen wurden gemacht.
– 97 % der Anträge kamen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), 99 % davon waren Kredite mit einem Volumen bis 3 Mio. EUR.
– Vor allem der deutsche Mittelstand profitiert damit von der KfW-Corona-Hilfe.

Pressemitteilung vom 6. November 2020